Ich hasse diesen Zustand als Fremder, Gast, Außenseiter, Komische Person.
Fühl mich wie aussetzig, werde ständig übergangen, wenn ich was sagen will, werd ich unterbrochen, nicht mitbedacht, lebe so nebenher, gehöre einfach nichtmehr dazu. Ich hasse das.
Ich war mal die liebste Tochter in der Familie, jetzt geht alles nurnoch nach dem Sorgenkind, Superkind, was auch immer. JA, ich bin eifersüchtig. Sehr sogar. Wenns wenigstens nicht so furchtbar offensichtlich wäre, könnte ich noch gut damit leben. Man muss ja nicht an erster Stelle stehen, aber ein wenig mehr Aufmerksamkeit?
Dann frag ich mcih, warum es hier teure Salate, Brotaustriche usw. gibt, wo ich im Wohnheim von Brot, Nudeln und Reis lebe. Da stimmt dann doch auch irgend etwas nicht.
Aber man muss ja dem lieben Herrn, der sich erbarmte mit meiner Schwester eine Beziehung einzugehen, ein schönen zuhause bieten, der hats ja zuhause nicht so gut, und die jungen Leute wollen ja auch mal wen zum Reden, und bloß soll er nicht merken, dass etwas in der Familie schief läuft.
Tuts ja auch nicht, drei Kinder großgezogen, zwei machen gute Ausbildungen, einer noch in der Schule. Großes Haus, großes Grundstück, hohes Gehalt.
Und allen geht es wunderbar.
Nur ich hab wohl den ganz großen Sprung in der Schüssel.
Samstag, Dezember 29, 2007
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